Schnee- und Glatteisunfall – Mitverschulden

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Schnee- und Glatteisunfall – Mitverschulden

Jeden Winter kommt es zu witterungsbedingten Unfällen. Grundsätzlich trifft dabei denjenigen die Verantwortung, der seine bestehende Räum- und Streupflicht verletzt. Derjenige setzt in der Regel die überwiegende Ursache für einen witterungsbedingten Unfall im Winter.

Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich gleichwohl auch auf die Gefahren der winterlichen Witterung einzustellen. Er hat dabei die im Einzelfall erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um einen Schaden zu verhindern. Tut er dies nicht, trifft ihn im Schadensfall ein Mitverschulden. Dabei kann das Mitverschulden die Räum- und Streupflichtverletzung derart überwiegen, dass die Haftung gänzlich entfällt. Dies ist laut BGH (Urteil vom 20.06.2013, AZ.: III ZR 326/12) aber nur dann der Fall, wenn das Handeln des Verletzten von einer „ganz besonderen, schlechthin unverständlichen Sorglosigkeit gekennzeichnet ist“.