Schadensersatz bei vorgetäuschtem Eigenbedarf

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Schadensersatz bei vorgetäuschtem Eigenbedarf

Im Falle einer Vortäuschung von Eigenbedarf ist der Vermieter dem Mieter grundsätzlich zum Schadensersatz verpflichtet. An eine etwaige Unterbrechung des Zurechnungszusammenhangs zwischen der Vortäuschung einer Eigenbedarfssituation und dem vom Mieter später geltend gemachten Schaden durch einen Räumungsvergleich sind strenge Anforderungen zu stellen. Für die Annahme eines stillschweigenden Verzichts des Mieters auf Schadensersatzansprüche müssen regelmäßig gewichtige Umstände vorliegen. (BGH, Urteil vom 10.06.2015 – VIII ZR 99/14)